Zitronenbaum selber ziehen

Wenn auch du leckere Früchte von deinem eigenen Zitronenbaum ernten willst, kannst du neben einem Gang zur Baumschule auch die Variante wählen, deinen Zitronenbaum selbst zu ziehen. Ein Kern in die Erde und warten, dann müsste man es sich doch eigentlich bald schmecken lassen können.

Zitronenbaum selber ziehen – das gilt es zu beachten

Zugegeben, ganz so einfach ist das wirklich nicht, und ob sich die Mühe und das Warten wirklich gelohnt haben, erfährst du womöglich erst nach vielen Jahren. Dennoch ist das Ziehen deines eigenen Zitronenbaums auf jeden Fall ein Abenteuer wert und wird vielleicht sogar mit einer sauren Belohnung gekrönt.

Hier erfährst du wie es funktioniert, was du beachten solltest und in welchem Fall das Ziehen deines eigenen Zitronenbaums fruchtlos bleiben wird.

Mühsam ernährt sich der Zitronenbaum

Ob du den besten Zitronenkern aus dieser einen Zitrone für das Ziehen deines Zitronenbaums gewählt hast, wirst du wahrscheinlich nie erfahren. Zumindest aber solltest du dir möglichst den größten nehmen und diesen vor dem Einpflanzen abwaschen.

Letzte Aktualisierung: 4.03.2024 / * Werbelink / Bildquelle: Amazon

Am besten geeignet für dein Vorhaben ist natürlich Zitruserde. Solange der Zitronenbaum aber noch nicht einmal als solches zu erkennen ist und weder eine Wachstumsperiode noch einen Fruchtstand zu bewältigen hat, genügt für den Anfang auch gute Kübelpflanzenerde.

Suche dir einen geeigneten Pflanztopf mit Löchern am Boden und drücke den Kern 1 bis 2 Zentimeter tief in die Erde ein. Vermeide es möglichst mehrere Pflanzen in einem Topf ziehen zu wollen. Auch wenn dieser für nur einen Kern auf den ersten Blick etwas überdimensioniert wirkt, wird es dir dein Zitronenbaum danken, wenn du beim ersten Umtopfen nicht die Wurzeln der Bäume beim voneinander Trennen zerstörst.

Dann heißt es Geduld, denn zwischen Kern und Zitrone liegen beim Ziehen deines Baumes gut und gerne zwischen 8 und 15 Jahre.

Wie muss ich beim Ziehen nach der Saat vorgehen?

Zitronenbaum selber ziehenIst der Zitronenkern erst einmal in der Erde, ist diese immer feucht aber nie nass zu halten. Am besten stellst du den Topf beim Ziehen deines Zitronenbaums an einen warmen Ort und deckst ihn mit Frischhaltefolie ab.

Das simuliert gewächshausähnliche Bedingungen und hält die benötigte, konstant hohe Luftfeuchte über dem Zitronenpflänzchen. Wenn der Trieb dann an der Oberfläche durch die Erde gebrochen ist, braucht er vor allem viel Licht und Wärme, verträgt aber noch keine direkte Sonne.

Auch auf das Düngen kannst du beim Ziehen in den ersten Monaten verzichten. Das kleine Zitruspflänzchen findet in der Erde für seine Verhältnisse erst einmal genügend Nährstoffe, um einwachsen und gedeihen zu können.

Undank ist manchmal der Mühe Lohn

Leider wird nicht jeder, der aus seinem Kern einen stattlichen Zitronenbaum gezogen hat am Ende auch mit den Früchten seiner Arbeit bzw. seines Baumes belohnt. Denn ob ein Zitronenbaum neben zahlreichen sattgrünen Blättern auch irgendwann einmal Früchte hervorbringt, hängt von der Tatsache ab, ob dieser fertil oder steril ist.

Nüchtern betrachtet bedeutet das: Wenn man beim Ziehen einen sterilen Kern eingesetzt hat, wird der Baum niemals Früchte tragen.

Ob dem so ist oder nicht, merkt man jedoch erst, wenn sich trotz richtiger Pflege die Fruchtreife nach einer durchschnittlichen Wachstumszeit von bis zu 15 Jahren nicht eingestellt hat.

Eine niederschmetternde und ernüchternde Erkenntnis, die man nur durch den Kauf eines veredelten oder bereits Früchte tragenden Zitronenbaums umgehen kann.

Doch hat man nach dem fruchtlosen Ziehen seines eigenen Zitronenbaums auf jeden Fall nicht nur eine Erkenntnis, sondern auch eine dekorative Zimmerpflanze mit Geschichte gewonnen.