Algen in der Schwangerschaft

Viele Ärzte raten Frauen vom Verzehr von Algen in der Schwangerschaft ab, doch muss man als Schwangere wirklich strikt auf sein Lieblingssushi oder andere Leckereien mit Algen verzichten?

Schließlich ist gerade japanisches Essen für seine gesunden Inhaltsstoffe bekannt. Bekanntlich ist aber auch nicht alles gut für eine Schwangere oder ihr Baby, was für eine Erwachsene unter gewöhnlichen Umständen gut ist.

Daher ist es erst einmal wichtig zu wissen, welche Inhaltsstoffe Algen überhaupt enthalten. Als Lebensmittel werden dabei mehrere unterschiedliche Algenarten genutzt: diverse Variationen der Braun-, Grün und Rotalgen.

Algen und ihre Inhaltsstoffe

Algen enthalten hauptsächlich Wasser, Proteine, Kohlenhydrate und nur sehr wenig Fett. Ein hoher Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen macht die Algen gleichzeitig zu einem interessanten, aber auch nicht ganz unbedenklichen Nahrungsmittel.

Algen enthalten neben Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin B6 und Vitamin B12 auch Kalzium, Eisen und Magnesium. Ein hoher Natrium und Kalium Anteil sorgt dabei für den typischen salzigen Geschmack der Algen.

Problematisch an Algen ist ihr teilweise sehr hoher Anteil an Jod. Ebenfalls können Algen mit Arsen und anderen Stoffen, die in großen Mengen giftig wirken, kontaminiert sein. Das ist der Grund, wieso man auch unter gewöhnlichen Umständen auf einen maßvollen Verzehr von Algen achten sollte.

Vorteile der Algen als Nahrungsmittel

Da Algen sehr viele Mineralien und Vitamine enthalten, die besonders für Schwangere und die Entwicklung ihrer Babys wichtig sind, sind sie ein interessantes Lebensmittel.

Frauenärzte empfehlen Frauen zudem häufig die Einnahme von zusätzlichem Jod während ihrer Schwangerschaft. Gerade Frauen, die sich vegetarisch ernähren, sind daher am Einsatz von Algen in ihrer Ernährung interessiert.

Algen können allerdings auch problematisch für Schwangere sein.

Nachteile der Algen als Nahrungsmittel

Der Jodgehalt in Algen ist teils stark schwankend, was vor allem für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen, aber eben auch für Schwangere problematisch sein könnte.

Die zusätzliche Belastung durch Arsen und andere Kontaminanten sorgt dafür, dass Frauen in der Schwangerschaft vom Verzehr von Algen abgeraten wird, um einer Überdosierung von Jod und kontaminierenden Stoffen vorzubeugen.

Wie Algen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingenommen werden sollten

Statt normalen Algen wird Schwangeren in der Regel von Ärzten empfohlen, Algen in verarbeiteter Form als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. So eignen sich beispielsweise Algenöle hervorragend als Quelle von essentiellen Fettsäuren, vor allem, wenn die Schwangere sich vegetarisch ernährt.

Ebenfalls sind Algenkapseln eine ausgezeichnete Quelle für natürliches Jod, das schwangere Frauen in einer erhöhten Dosierung benötigen. Meine Lieblingsalgenkapseln sind dabei diejenigen von Biofeel, welche ich jeweils über Amazon.de gekauft habe. Hier kannst du den aktuellen Preis überprüfen (Amazonaffiliatelink).

Da Babys bereits im Mutterleib mit der Steuerung des eigenen Stoffwechsels beginnen und dafür Jod benötigen, ist die Ergänzung des Haushalts durch Kapseln für Schwangere sinnvoll.

Auch in der Stillzeit benötigen Frauen eine erhöhte Jodzufuhr, da laut Studien bereits ein leichter Jodmangel sich negativ auf einen gestillten Säugling auswirkt.

Durch die Einnahme von Algenkapseln wird allerdings einer Überdosierung von Jod vorgebeugt, die durch das Essen von unverarbeiteten Algen auftreten könnte. Der Reichtum der Algen an Vitaminen und Mineralien macht sie zu einem hervorragenden Lebensmittel vor allem für Menschen, die sich vegetarisch ernähren.

Frische Rot- und Süßwasseralgen eignen sich besonders gut als Quelle für Vitamin B12, unter dessen Mangel Veganer häufig leiden.

Algen sind in der Schwangerschaft und in der Stillzeit folglich eine gute Quelle für essentielle Nährstoffe, sollten in unverarbeiteter Form jedoch nur mit Vorsicht und am besten unter Rücksprache mit dem Arzt genossen werden.