Dürfen Katzen Fischstäbchen essen?

Katzen dürfen in der Theorie Fischstäbchen essen, da sie keine Bestandteile enthalten, welche für Katzen schädlich sind. Dennoch sollten Fischstäbchen nicht als Nahrung für deine Lieblinge dienen. Der Verdauungstrakt einer Katze ist nicht darauf ausgelegt, die eher schwere Kost von Fischstäbchen gut zu verdauen.

Daher sollten sie besser nicht gefüttert werden. Besonders nicht in großen Mengen.

Warum Katzen keine Fischstäbchen essen sollten

Fischstäbchen bestehen aus verschiedenen Fischsorten und einer Panade. Mit frischem Fisch haben sie daher eher weniger zu tun und sind als Tiefkühlkost erhältlich.

Besonders die Panade ist für Katzen nicht sonderlich bekömmlich, da sie viel zu fettig ist und keine nennenswerten Nährstoffe enthält, die Katzen für ihre Ernährung benötigen.

Die Panade besteht aus einer Mehlmischung mit Salz und Gewürzen. Diese wird vor dem Einfrieren frittiert. Dadurch ist sie bereits im aufgetauten Zustand fettig. Werden die Fischstäbchen daraufhin nochmals in der Pfanne gebacken, bekommen sie ihren unverwechselbaren und gehaltvollen Geschmack.

Für Katzen ist diese schmackhafte Beilage allerdings nicht zu empfehlen. Wenn möglich, sollte daher auf die Fütterung von Fischstäbchen-Panade verzichtet werden.

Der reine Fisch (ohne Panade) können Katzen in kleinen Mengen essen. Besonders dann, wenn der Fisch unter das Katzenfutter gemischt wird und nicht pur verfüttert wird. Auch in Fischstäbchen sind Eiweiße und Omega-3-Fettsäuren enthalten, die in kleinen Mengen bekömmlich sind und auch Katzen ein wenig Nährstoffe liefern.

Die Mengen dürfen aber auf keinen Fall zu üppig ausfallen. Zweifellos eignen sich jedoch andere Lebensmittel besser, die nicht paniert sind und daher einfacher als Katzennahrung vorbereitet werden können.

Was Sie tun können, wenn Ihre Katze zu viel Fischstäbchen gegessen hat

Sollte Ihre Katze aus Versehen an Fischstäbchen genascht haben und davon vielleicht sogar relativ viel erwischt haben, so ist vorerst nur mal der Gesundheitszustand zu beobachten. In den meisten Fällen können Stubentiger die einmalige Kost problemlos verdauen und es sind keinerlei weitere Maßnahmen erforderlich.

Erbrechen kann durchaus vorkommen – besonders direkt nach der Kost. Dennoch sollte das Erbrechen zügig wieder abklingen.

Bemerken Sie nach kurzer Zeit weitere Symptome oder die Katze hat Bauchkrämpfe oder sonstige Beschwerden, so ist ein Tierarztbesuch hilfreich. Ebenso auch dann, wenn Ihr Stubentiger unter starkem Durchfall oder anhaltendem Erbrechen leidet.

Schließlich kann dadurch schnell ein Flüssigkeitsverlust entstehen, welcher durch eine Infusion abgefangen werden muss.

Durchaus kann hinter den weiteren Symptomen auch eine Futtermittelallergie stecken, die durch den Fisch hervorgerufen wurde. Ein Tierarzt kann eine genaue Diagnostik durchführen und die geeignete Behandlung wählen.

Warum Fischstäbchen eine Allergie auslösen können

Bei manchen Katzen lösen bestimmte Proteine allergische Reaktionen aus. Dies kann auch bei Fisch der Fall sein. Ist eine solche Allergie bei Ihrem Stubentiger bereits bekannt, so sind die vom Tierarzt empfohlenen Maßnahmen zu ergreifen.

Sind noch keine Allergien bekannt, so ist der Gang zum Tierarzt ratsam, sollten sich unerwartet etwaige Symptome nach einer Fisch-Kost zeigen. Nach einer geeigneten medizinischen Behandlung wird es Ihrem Stubentiger sicherlich schon bald wieder gut gehen.

Was Sie außer Fischstäbchen füttern können

Besteht keine Futtermittelallergie, so können Katzen grundsätzlich alle Fischsorten essen. Lediglich nicht in üppiger Menge und ohne Panade oder anderen Gewürzen. Obendrein kann Fisch auch nicht das Katzenfutter ersetzen.

Geeignet sind zum Beispiel gekochte Forelle, Makrele, Sprotten oder Lachs und auch Thunfisch.

Andererseits gibt es auch Fisch-Snacks im Zoofachmarkt, die speziell als Leckerbissen für Katzen hergestellt sind und bei den kleinen Samtpfoten besonders beliebt sind. Besonders nahrhaft sind etwa getrocknete Sprotten oder Sardellen.

Sie sind in abgepackten Portionen erhältlich und eignen sich ideal als Zwischenmahlzeit. Zudem bekommt Ihr Stubentiger mit der Trockenfisch-Fütterung natürliches Eiweiß zugeführt. Dennoch sind auch Trockenfische grundsätzlich nur Leckerbissen, die eine ausgewogene Fütterung nicht ersetzen.

Hinweis: Junge Kitten sollten vorerst nur Junior-Futter als Mahlzeiten bekommen. Der Verdauungstrakt kann noch besonders empfindlich reagieren. Ebenso sind im Junior-Futter alle Nährstoffe enthalten, die junge Kitten für den Wachstum brauchen.

Erkrankte oder alte Katzen dürfen hingegen ebenso gelegentlich Trockenfisch essen. Sollten Sie sich unsicher sein, so ist eine Rücksprache mit dem Tierarzt ratsam.