So beugt man beim Zitronenbaum Krankheiten und Schädlinge vor

Die gute Nachricht zuerst: Richtige Krankheiten im eigentlichen Sinne, bekommt der Zitronenbaum nicht. Es geht ihm durchaus einmal nicht gut, er bekommt gelbe Blätter oder Wurzelfäule, hat braune Blattränder oder verliert gar seine Blätter, allerdings ist dies auf falsche Pflege oder ungeeignete Standortbedingungen zurückzuführen und daher ohne Chemie und Quarantäne zu beheben.
Blattläuse und Schädlinge am Zitronenbaum
Etwas anders sieht es hingegen beim Parasitenbefall aus. Oftmals werden die Zitronenbäume von Schildläusen befallen.

Obwohl der Befall auch durch unsachgemäße Pflege begünstigt wurde, muss, anders als bei den oben genannten Krankheiten, der Schädling aktiv bekämpft werden.

Die Vergilbungskrankheit und warum sie keine Krankheit ist

Von der Vergilbungskrankheit wird beim Zitronenbaum gesprochen, wenn der Zitronenbaum gelbe Blätter bildet.

Doch wie schon oben erwähnt, hilft in einem solchen Fall keine Arznei, sondern ein Blick in die Do’s und Don’ts für die Pflege deines Zitronenbaums.

Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben. So kann es entweder sein, dass der Zitronenbaum zu trocken oder zu feucht steht.

Jedoch kann auch ein falscher ph-Wert für diese Krankheit verantwortlich sein und auch zu wenig Licht lassen die Blätter des Zitronenbaums vergilben.

Besonders nach dem Überwintern kann es sein, dass du dich beim Anblick deines Zitronenbaums erschrickst. Oft passieren hier die meisten Fehler und dein Baum begrüßt das Frühjahr völlig ohne oder mit gelben Blättern. Doch keine Angst, meist erholt sich der Baum am richtigen Standort wieder und verzeiht dir diese Vernachlässigung.

Gelbe Blätter bedeuten daher nicht das Ende deines Zitronenbaums. Die richtige Pflege und eine kleine Standortjustierung helfen hier Wunder und so wird sich dein Baum sicherlich bald von dieser kleinen „Krankheit“ erholen.

Andere Krankheiten durch falsche Standortfaktoren

Bekommt dein Zitronenbaum Wurzelfäule, ist dies ein Zeichen, dass er viel zu nass steht oder die Drainage im Topf oder in der Erde nicht ausreichend ist. Durch die dann gebildete Staunässe beginnt die Erde zu schimmeln und die Wurzeln faulen weg.

Braune Blattränder sind wiederum ein Zeichen für zu viel Dünger. Achte daher genau auf die empfohlene Dosierung und wähle das Intervall zum Düngen nicht kürzer als 3 Wochen bei Flüssigdünger. Denn nicht immer hilft viel auch viel.

Schädlinge – ungebetene Besucher im Blattwerk

Neben den Krankheiten gibt es eine Anzahl von Schädlingen (wie beispielsweise die Schildlaus), die sich gern auf dem Zitronenbaum einnisten.

Letzte Aktualisierung: 24.04.2024 / * Werbelink / Bildquelle: Amazon

Doch auch hier sei gesagt, dass eine fachgerechte Pflege und gute Standortfaktoren die beste Prophylaxe gegen den Befall von Parasiten bilden.

Schildläuse, Spinnmilben und Blattläuse fühlen sich auf deinem Zitronenbaum nämlich vor allem dann wohl, wenn dieser beim Überwintern zu warm, zu dunkel oder in trockener Luft gestanden hat.

Haben sich die Schild- und Blattläuse einmal eingenistet, hilft oftmals nur ein Schädlingsspray. Mit Neudorff Promanal AF in einer 500 Mililiterflasche haben wir die Schädlinge oftmals innert wenigen Tagen in Griff bekommen (siehe linke Abbildung – Amazonlink).

Auch sollten mehrere Zitronenbäume nicht zu dicht nebeneinander stehen. Das nimmt einigen Blättern und Trieben das Licht und lädt ebenfalls Schädlinge ein. Am besten beugst du Schädlingen mit einer hohen Luftfeuchte vor. Wenn der Zitronenbaum regelmäßig mit Wasser besprüht wird und hell genug steht, haben Parasiten kaum eine Chance.

Gut zu wissen also, dass es bei uns in Europa keine wirklichen Krankheiten gibt, die deinen Zitronenbaum dahinraffen können.

Das einzige, vor was du ihn also wirklich schützen musst, ist falsche Pflege – und das sollte doch bestimmt machbar sein.