Datteln in der Schwangerschaft

Datteln sind verführerisch süß und sehr lecker, aber sind sie auch die richtige Kost in der Schwangerschaft? Die Früchte der Dattelpalme sollen außerdem reich an Eisen sein und die Geburt erleichtern. Stimmt das tatsächlich oder gibt es etwas, was gegen den Genuss von Datteln in der Schwangerschaft spricht?

Wie gesund sind Datteln in der Schwangerschaft?

Datteln sind sehr süß, das stimmt, aber sind sie auch nahrhaft? Die Früchte schaden weder der Mutter noch dem ungeborenen Kind, denn Datteln enthalten eine Menge wertvolles Eisen, was sehr gesund ist. Der Körper braucht Eisen, um unter anderem neues Blut bilden zu können, Eisen stärkt zudem die Knochen, die Nägel und die Zähne.

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter einem Mangel an Eisen und bekommen daher vom Arzt entsprechende Medikamente verschrieben. Datteln können diesen Mangel auf natürliche Art und Weise beheben.

Datteln sind jedoch nicht nur reich an Eisen, sie enthalten auch viele Mineralstoffe und gesundes Vitamin C. Die süßen Früchte der Dattelpalme versorgen die werdende Mutter zudem mit wichtigem Eiweiß und mit Ballaststoffen. Es spricht also nichts dagegen, in der Schwangerschaft Datteln zu genießen.

Können Datteln die Geburt erleichtern?

Im Orient sind Datteln sehr beliebt, vor allem, wenn es um eine gesunde Nascherei für schwangere Frauen geht. Eine Studie aus dem Iran, die 2017 veröffentlicht wurde, fand Erstaunliches heraus: Frauen, die in der Schwangerschaft regelmäßig Datteln essen, können die Geburt des Kindes nicht nur beschleunigen, sondern auch erleichtern.

Für die Studie wurden die schwangeren Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Studie ging dabei von sechs Datteln am Tag aus. Eine Gruppe der Probandinnen hat diese Anzahl ab der 36. Schwangerschaftswoche gegessen, und zwar bis zu dem vom Arzt errechneten Geburtstermin.

Bei dieser Gruppe von Frauen war der Muttermund am errechneten Geburtstermin deutlich weiter geöffnet als bei den Frauen, die keine Datteln gegessen haben.

Einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen gab es zudem in Hinsicht auf die Fruchtblase. Frauen, die in der Schwangerschaft die Datteln gegessen haben, hatten eine noch intakte Fruchtblase.

In der Gruppe ohne Datteln kam es häufiger zu einem vorzeitigen Sprung der Fruchtblase.

Interessant ist ebenfalls die Tatsache, dass bei 96 Prozent der Frauen aus der Gruppe, die für die Studie Datteln gegessen haben, die Wehen spontan einsetzten. In der Kontrollgruppe ohne Datteln war das nur bei knapp 80 Prozent der Fall.

Frauen, die die Geburt ohne wehenunterstützende und schmerzstillende Medikamente erleben möchten, sollten in der Schwangerschaft Datteln essen. Die Studie, die 2017 im Iran gemacht wurde, fand heraus, dass die Frauen, die Datteln gegessen haben, sehr seltener wehenunterstützende Medikamente benötigten als die Frauen in der Kontrollgruppe.

Sind Datteln in der Frühschwangerschaft gefährlich?

Da Datteln die Wehen fördern und eine spontane Geburt möglich machen, stellt sich natürlich die Frage, ob der Verzehr der Datteln zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft gefährlich sein kann.

Das ist nicht der Fall, denn auch in den beiden ersten Dritteln der Schwangerschaft können die werdenden Mütter von den wertvollen Inhaltsstoffen der süßen Früchte profitieren. Frühzeitig Wehen auslösen können die Datteln hingegen nicht.

Sind Datteln in der Stillzeit erlaubt?

Was für die Schwangerschaft gilt, ist ebenso für die Stillzeit gültig: Es spricht nichts dagegen, wenn stillende Frauen Datteln essen. Stillen kostet sehr viel Kraft, da ist es wichtig, auf eine entsprechende Ernährung zu achten. Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, sind vor allem Mineralstoffe wichtig.

Magnesium und Kalzium gehören zu den Stoffen, die die stillende Mutter braucht und genau diese sind in der Dattel enthalten. Ebenso wichtig sind Vitamine wie das Vitamin C. Hier können Datteln ebenfalls punkten, denn sie enthalten viel Vitamin C und stärken aufgrund dessen das Immunsystem von Mutter und Kind.

Datteln sind ebenfalls eine gute Wahl, wenn es mit dem Stillen nicht wie gewünscht klappen will. Neben alkoholfreiem Bier, Mandeln und einem Tee aus den Blättern des Himbeerstrauchs können auch Datteln den Milchfluss auf natürliche Weise anregen.

Zudem enthalten Datteln viele wichtige B-Vitamine, die unter anderem auch die Nerven beruhigen. Stillende Mütter, die in den ersten Wochen vielleicht mehrmals in der Nacht aufstehen müssen, können starke Nerven sehr gut gebrauchen.

Dürfen schon kleine Kinder und Babies Datteln essen?

Kleine Kinder naschen gerne, aber Süßigkeiten, in denen zu viel weißer Zucker enthalten ist, sorgen früher oder später für Karies. Eine gesunde Alternative sind Trockenfrüchte wie Datteln. Sicher sind Datteln ebenso süß, aber sie enthalten nicht nur Fruchtzucker, sondern auch viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Neben Zink, was die Immunabwehr stärkt, sind in Datteln auch Kalium, Kupfer und wie bereits erwähnt, Eisen zu finden. Alle diese Inhaltsstoffe machen die Dattel zu einer gesunden Nascherei sogar für kleine Kinder. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt die Dattel als Hustenlöser und wird besonders für kleinere Kinder empfohlen.

Ein Hustensaft aus Datteln ist eine gesunde Alternative zu einem Saft für Kinder, der Honig enthält. Bei Honig in Verbindung mit kleinen Kindern besteht immer die Gefahr, dass es zu Botulismus kommen kann. Zu viele Datteln sollten es am Tag jedoch auch nicht sein, da Datteln eine abführende Wirkung haben können. Datteln sind reich an Ballaststoffen, die den Darm anregen und deshalb kann es unter Umständen zu Durchfall kommen.