Grünkohl in der Schwangerschaft

Grünkohl ist eines der beliebtesten Wintergemüse. Viele werdende Mütter fragen sich, ob sie Grünkohl auch während der Schwangerschaft bedenkenlos essen können, denn zu diesem Thema bestehen durchaus unterschiedliche Aussagen.

Eines vorweg: Grünkohl ist ein wertvolles Wintergemüse, das Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder bedenkenlos genießen können.

Welche Inhaltsstoffe enthält Grünkohl?

Als Wintergemüse enthält Grünkohl genau jene Vitamine, die Menschen in der kalten, nassen und dunklen Jahreszeit brauchen, um die Abwehrkräfte und das Immunsystem zu stärken, und zwar Vitamin C und E. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Betacarotin, Kalzium, Eisen und Ballaststoffe.

Der für Schwangere wichtigste Inhaltsstoff des Grünkohls ist Folsäure. Sie verhindert Fehlbildungen des Babys in den ersten Wochen der Schwangerschaft und ist daher unverzichtbar.

Grünkohl wird außerdem nachgesagt, aufgrund des Inhaltsstoffes Quercentin Allergien zu lindern, sowie vor Alzheimer- und Krebserkrankungen zu schützen. Es handelt sich um ein Antioxidans, das die schädlichen freien Radikalen im menschlichen Körper einfängt, die für die Schädigung von Gewebe und Zellen verantwortlich sind.

Auf diese Weise kann der Verzehr von Grünkohl auch zur Herz-Kreislauf-Stabilisierung betragen sowie vor Allergien und Parkinson schützen.

Ist der Verzehr von Grünkohl für Schwangere und stillende Mütter geeignet?

Beim Verzehr von Grünkohl geben Schwangere den Ungeborenen und stillende Mütter dem Baby einen nachhaltigen Immunschutz für das ganze Leben mit auf den Weg. Grünkohl kann einen positiven Beitrag zu einer gesunden Ernährung insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit leisten.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig. Hierbei ist allerdings immer auf die empfohlene Menge zu achten. Da Grünkohl ein eisenreiches Gemüse ist, schützt der regelmäßige Verzehr in Kombination mit anderen eisenreichen Lebensmitteln wie fettarme Fleischsorten, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte vor einem Eisenmangel, da der Bedarf an diesem Stoff durch die erhöhte Blutmenge deutlich ansteigt.

Sinnvoll ist, einen Ernährungsplan mit dem behandelnden Arzt aufzustellen, um eine Über- beziehungsweise Unterversorgung zu vermeiden.

Als schädlich wird dagegen Nitrat eingestuft, das gleichfalls in Grünkohl enthalten ist. Dieser Inhaltsstoff ist jedoch nur bei übertriebenen Verzehr des Wintergemüses schädlich, da Grünkohl lediglich einen mittleren Gehalt dieses Inhaltsstoffes enthält.

Nitrat steht in dem Verdacht, sich in unterschiedlicher Hinsicht negativ auf die Entwicklung ungeborener Kinder auszuwirken.

Grünkohl für Baby/Kleinkinder?

Der Klassiker in Sachen Beikosteinführung ist eine Kombination von Kartoffeln und Möhren als Brei im Glas. An Grünkohl denken jedoch die wenigsten Mütter, dabei gilt das grüne Wintergemüse aufgrund der zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe als heimisches Superfood.

Das Problem besteht leider dahingehend, dass die wenigsten Kinder Grünkohl mögen. Viele Mütter sind zudem der Meinung, dass Grünkohl ungesund für Babys und Kleinkinder ist, weil er eventuell Blähungen verursachen kann und vom Geschmack her einfach ungeeignet ist.

Daher sind fertige Beikostprodukte in den Regalen der Supermärkte und Drogerien eher nicht zu finden. Mütter, die ihre Kleinkinder langsam auf feste Nahrung umstellen, können den Klassiker Kartoffeln-Möhren einfach mit ein bis zwei Esslöffeln Grünkohl ergänzen.

Auf diese Weise ist der Geschmack nicht zu intensiv und der Nachwuchs toleriert diese gesunde Zutat eventuell.