Mais in der Schwangerschaft & Stillzeit

Während der Schwangerschaft bekommt die Ernährung einen anderen Stellenwert. In dieser Zeit sollte die Nahrung überwiegend frisch, gesund und nährstoffreich sein, damit es zu keinen Mangelerscheinungen bei Mutter und Kind kommt. Aber wissen wir immer bei allen Dingen, die wir zu uns nehmen, ob sie diesen Kriterien entsprechen? Was ist beispielsweise mit Mais in der Schwangerschaft?

Mais in der Schwangerschaft – empfehlenswert oder nicht?

Mais besteht aus einem Wasseranteil von etwa 72 Prozent, darüber hinaus enthält das Gemüse noch Kohlehydrate, Fett und Eiweiße. Gemeinsam mit den ebenfalls enthaltenen Mineralstoffen, Vitaminen und Aminosäuren ergibt das eine Nährstoffkombination, von der Mutter und Kind profitieren.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe offenbart warum das so ist:

Wertvolle Inhaltsstoffe für den Mehrbedarf in der Schwangerschaft

Maiskörner haben einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, die beispielsweise für die Regulation vieler Stoffwechselvorgänge wichtig sind. Sie enthalten das Provitamin A und Vitamin C sowie Vitamin E.

Auch an Mineralstoffen hat Mais einiges zu bieten beispielsweise Eisen, Kalium und Zink. Der Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft auf etwas das Doppelte an und viele Frauen leiden im Verlauf der Schwangerschaft unter Eisenmangel.

Eisen ist wichtig für die gesunde Ausbildung der Plazenta und somit für die Versorgung des ungeborenen Kindes. Kalium hat eine positive Wirkung auf den Wasserhaushalt, der in der Schwangerschaft leicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Mais ist reich an Ballaststoffen. Bei Darmträgheit in der Schwangerschaft, können Ballaststoffe auf natürliche Art die Verdauung anregen.

Wie gesund Mais in der Schwangerschaft ist, hängt nicht zuletzt damit zusammen, in welcher Form er verzehrt wird. Denn Mais kann roh gegessen, gekocht oder gegrillt werden, aus der Konserve kommen oder aus dem Tiefkühlregal.

Weiterhin kommt Mais nicht nur in Form von Gemüse auf den Teller. Der fettige Keim der Maiskörner dient als Grundlage für Maiskeimöl, das viele wertvolle ungesättigte Fettsäuren enthält und reich an Vitamin E ist.

Morgens am Frühstückstisch begegnet uns Mais in Form von Cornflakes und im Kino als Popcorn. Auch Polenta oder aus Maismehl hergestellte Tortilla kennt fast jeder.

Maishaartee in der Schwangerschaft?

Relativ unbekannt hingegen dürfte der aus den haarähnlichen Griffeln der Maispflanze hergestellte Maisbarttee (auch Maishaartee genannt) sein.

Manche Hebammen schwören auf Maishaartee bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Maishaartee als Heilmittel.

Sind Frische Maiskolen die beste Option für Schwangere?

Frische Maiskolben sind die gesündeste Alternative. Sie eignen sich jedoch nicht zur Lagerung.

Bei langer Lagerung verwandelt sich der Zucker in Stärke, wodurch die Kolben an Süße verlieren und einen mehligen Geschmack bekommen. Tiefkühlware oder vorgekochter Mais ist die bessere Wahl, wenn es um die Vorratshaltung geht.

Bei verarbeiteten Maisprodukten sind zuckerfreie und fettarme Varianten grundsätzlich die gesündere Wahl. Manchmal darf man aber auch ohne schlechtes Gewissen den Genuss in den Vordergrund stellen.

Mais in der Stillzeit und für Kleinkinder

Mais ist nicht nur in der Schwangerschaft ein gesundes Nahrungsmittel, auch in der Stillzeit profitieren Mutter und Kind von den nährstoffreichen Inhaltsstoffen.

Bei kleinen und größeren Kindern zählt Mais aufgrund des süßen Geschmacks häufig zu den bevorzugten Gemüsesorten, selbst bei sogenannten Gemüsemuffeln. So ist Mais bei Klein und Groß immer eine gesunde Wahl

Ist Mais ein Gemüse?

Für ein Gemüse ist Mais überraschend gehaltvoll. Das liegt daran, dass es sich im Grunde genommen um Getreide handelt. Mais ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser und in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Bevölkerung.

Die Maispflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen dieser Erde. Der Löwenanteil der weltweiten Maisernte dient als Futtermittel. Die Maissorten für den menschlichen Verzehr schmecken deutlich süßer und sind als Zuckermais bekannt.