Sojamilch abgelaufen oder schlecht? Alles zur Haltbarkeit

Sojamilch ist für Veganer eine Alternative zur Kuhmilch und wird aus Sojabohnen hergestellt. Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurde das vegetarische Getränk in China bereitet. In ihrem Aufbau und in ihren Verwendungsmöglichkeiten ähnelt die Milch aus Sojabohnen der Kuhmilch.

Sojamilch enthält deutlich mehr Vitamine als Kuhmilch, während der Eiweißgehalt mit dem der Kuhmilch vergleichbar ist. Der Sojadrink eignet sich perfekt für Allergiker, da er frei von Laktose und Gluten ist. Eine Reihe von Argumenten spricht für Sojamilch.

Wie steht es eigentlich um die Haltbarkeit und woran ist zu erkennen, dass sie nicht mehr verwendet werden kann?

Haltbarkeit von Sojamilch

Der Hersteller muss auf der Packung von Sojamilch das Mindesthaltbarkeitsdatum angeben. Wie lange das Mindesthaltbarkeitsdatum nach der Herstellung ist, hängt vom Hersteller ab.

Nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist die Sojamilch jedoch noch nicht verdorben. Sojamilch ist nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, ähnlich wie Kuhmilch, noch bis zu einer Woche haltbar.

Um die Haltbarkeit zu verlängern, sollten Sie die Sojamilch in den Kühlschrank stellen und auf eine Temperatur von vier bis sechs Grad Celsius achten.

Eine geöffnete Packung sollten Sie im Kühlschrank bei höchstens sieben Grad Celsius aufbewahren. Die Sojamilch hält sich dann noch etwa drei bis vier Tage.

Abgelaufene oder verdorbene Sojamilch erkennen

Ist Sojamilch abgelaufen, erkennen Sie das bei Produkten in einem Tetrapack daran, dass die Verpackung aufbläht. Die Sojamilch nimmt einen Gärgeruch an und hat einen üblen Geschmack.

Und sie bekommt eine klumpige Konsistenz. Das liegt an den Bakterien, die sich von der Sojamilch ernähren und Gas produzieren.

Im weiteren Verlauf schimmelt sie. Spätestens dann wird es höchste Zeit, sie zu entsorgen.

Abgelaufene Sojamilch getrunken – was tun?

Haben Sie abgelaufene und verdorbene Sojamilch getrunken, macht sich das auf ähnliche Weise bemerkbar wie bei verdorbener Kuhmilch. Es kann zu Durchfällen, Übelkeit, Erbrechen und Magenbeschwerden kommen.

Sie müssen normalerweise keinen Arzt aufsuchen, sondern nur abwarten. Trinken Sie viel Mineralwasser, kann Ihr Problem schneller der Vergangenheit angehören.

Nur dann, wenn Sie unter starken Bauchkrämpfen, häufigem Erbrechen und blutigen Durchfällen leiden, sollten Sie einen Arzt konsultieren, da es sich um eine ernsthafte Lebensmittelvergiftung handeln könnte.

Herstellung von Sojamilch

Da Sojamilch nicht gemolken, sondern aus Sojabohnen hergestellt wird, darf sie in der EU nicht offiziell als Milch bezeichnet werden. Im Handel ist das vegetarische Getränk daher häufig unter der Bezeichnung Sojadrink erhältlich.

Die Herstellung von Sojamilch kann auf chinesische und auf japanische Weise erfolgen. Ausgangsstoff für Sojamilch sind getrocknete gelbe Sojabohnen, die im Verhältnis 10:1 mit Wasser vermischt, eingeweicht und dann püriert werden.

Während das Püree bei der chinesischen Zubereitungsweise zuerst filtriert und dann gekocht wird, erfolgt die japanische Zubereitungsweise umgekehrt. Das Püree muss zuerst gekocht und dann filtriert werden. Der Kochvorgang dauert etwa 20 Minuten und ist wichtig, um die noch vorhandenen Giftstoffe aus dem Püree zu entfernen.

Die Flüssigkeit wird aus der Masse herausgepresst. Dabei verbleibt ein Presskuchen, der als Viehfutter verwendet wird. In ihrer Konsistenz erinnert die entstandene Flüssigkeit an Kuhmilch, doch ist sie im Geschmack eher nussig oder erinnert an Bohnen.

Die Flüssigkeit kann noch mit Vitaminen, Mineralstoffen und Geschmacksstoffen angereichert werden. Um sie haltbar zu machen, wird sie hocherhitzt. Die Sojamilch ist dann mehrere Monate haltbar, ähnlich wie H-Milch.

Sojamilch enthält etwa 1,5 Prozent Fett (wie Magermilch), und als ungesüßte Variante 2 bis 4 Prozent Kohlenhydrate. Der Eiweißgehalt liegt bei 2 bis 4 Prozent. Weiterhin sind in Sojamilch Saponide, Flavonoide und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.