Haltbarkeit & Lagerung von Tomaten

Wie lange sind Tomaten haltbar? Tomaten sind bis zu 14 Tage haltbar, wenn sie bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad gelagert werden. Die Haltbarkeit wird zudem verlängert, wenn die Tomaten an einem schattigen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt, das ist das Credo der Tomate für eine lange Haltbarkeit. Die Pflanze wie auch die Frucht sind vor allem kälteempfindlich.

Eine Lagerung im Kühlschrank ist absolut kontraproduktiv. Das einzigartige kräftige Aroma geht bei Kälte nämlich verloren.

Eine zu heiße Lagerung wiederum führt zu schnellerer Fäulnis. Optimal für die meisten Tomatensorten ist eine Temperatur zwischen 12 und 16 Grad. So bleiben sie lange frisch und aromatisch.

Tipps, um die Haltbarkeit von Tomaten zu verlängern

1. Die Tomate mag es schattig

Die Tomate bevorzugt einen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie sollte also angenehm lauwarm und abgedunkelt liegen.

2. Tomaten sind bei der Lagerung Einzelgänger

Tomaten müssen getrennt von anderem Obst und Gemüse aufbewahrt werden, weil sie Ethen ausströmen und das sich negativ auf die Haltbarkeit der anderen Lebensmittel auswirkt.

3. Tomaten weich betten, damit sie lange halten

Tomaten wollen weich gebettet werden. Wenn sie offen liegen können auf einer möglichst weichen Fläche werden sie ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es entstehen keine Druckstellen. So sind sie für zwei Wochen gut haltbar.

4. Die Tomate braucht bei der Lagerung Freiheit

Die Tomate bevorzugt eine adäquate Sauerstoffzufuhr. Tomaten sollten nicht gestapelt oder gequetscht und nicht allzu dicht nebeneinander gelagert werden.

Alternativen für eine längere Haltbarkeit

Noch länger halten sich Tomaten, wenn sie konserviert werden, etwa durch Einfrieren, Einwecken oder Einlegen. Die Tomate schmeckt sowieso in allen Variationen. Ob als Suppe püriert, als fruchtiges Gemüse, als würzige Sauce oder als Beilage im frischen Salat – die Tomate ist ein Allrounder. Tomatig gut!

Der äußere Einfluss auf die Haltbarkeit von Tomaten

Tomaten werden wegen ihres häufig langen Transportweges und des Nachreifeprozesses in der Verpackung in der Regel geerntet, bevor sie reif sind. Zur Nachreifung in der Verpackung wird noch ein Reifegas eingesetzt.

Manchmal kann es deshalb vorkommen, dass Tomaten im Supermarkt schon sehr reif oder auch überreif angeboten werden und weniger lang haltbar sind. Ein zeitnaher Verbrauch nach Kauf ist dann unbedingt zu empfehlen.

Ökologisch angebaute Tomaten werden erst reif geerntet und haben dementsprechend eine viel kürze Haltbarkeit. Dafür aber sind sie wiederum frei von Pestiziden.

Woran erkennt man, dass Tomaten abgelaufen oder schlecht sind?

Schlechte Tomaten sind meistens deutlich an auffällig fauligen Stellen und einer beginnenden Schimmelbildung zu erkennen. Und auch, wenn noch keine Schimmelspuren sichtbar sind, sieht die Tomate optisch nicht mehr schön aus.

Sie ist gezeichnet von einer labbrigen oder knittrigen Haut und wirkt nicht mehr voll rundlich.

Versteckte Anzeichen für abgelaufene Tomaten

Wenn sie von außen noch gut aussieht, kann die Tomate trotzdem schon faul sein. Fühlbar ist das durch eine weiche Konsistenz. Eine reife gute Tomate bissfestes Fruchtfleisch, das nur leicht nachgibt.

Auch die Schale ist bei einer guten Tomate unbeschädigt. Kleinere Druckdellen oder Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche sind nicht bedenklich und nicht zwingend ein Anzeichen dafür, dass die Tomate schlecht ist. Mit dem Verzehr sollte dann aber nicht mehr allzu lang gewartet werden.

Ein zu tiefes Rot kann möglicherweise darauf hindeuten, dass die Tomate bereits überreif ist. Frische Tomaten hängen oft noch an einem grün leuchtenden Strunk.

Bei abgepackten Tomaten ist die Haltbarkeit schwieriger zu erkennen. Hier kann die Verpackung Aufschluss über den Zustand der Haltbarkeit geben. Ist die Verpackung zum Beispiel schon sehr angefeuchtet, dann können die Tomaten darin schon extrem reif sein.

Der Geschmack abgelaufener Tomaten

Der Geschmack einer jeden Tomate hängt immer von der Sorte, der Jahreszeit und der Anbauform ab. Sommer-Tomaten scheinen das kräftigste Aroma zu tragen.

Tomaten aus dem Zuchthaus können mitunter sehr wässrig und geschmacklos sein. Aber ganz klar: Abgelaufene Tomaten sind einfach nicht mehr genießbar. Die Fäule schmeckt der Konsument meistens sofort.

Symptome nach dem Verzehr abgelaufener Tomaten

Normalerweise kommt es beim Verzehr abgelaufener Tomaten nicht gleich zu Beschwerden. Wer aus Versehen in eine faule oder schimmlige Tomate beißt, wird nicht sofort erkranken daran.

Wurde aber tatsächlich eine größere Menge schlechter Tomaten verspeist, kann sich durchaus ein schwaches Magengrummeln bemerkbar machen, das wiederum zu heftigeren Magenbeschwerden, Unwohlsein, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen kann.

Sofortmaßnahmen

Wer sofort bemerkt, dass er in eine verdorbene Tomate gebissen hat, spuckt diese gleich daraufhin wieder aus und spült den Mund mit Wasser aus, um dem fiesen Fäulnisgeschmack entgegen zu wirken.

Merken Verbraucher erst später, dass sie schlechte Tomaten konsumiert haben, bieten sich Kohletabletten an, die beim Ausscheiden der mit verspeisten Gifte unterstützen. Wenn sich die Beschwerden verstärken, ist der Gang zum Arzt erforderlich. Dieser kann einen Darmeinlauf setzen oder wirksame Medikamente verschreiben.

Achtung: Bei Kleinkindern muss sehr genau auf das Haltbarkeitsdatum von Tomaten geachtet werden. Sie sind gefährdeter. Gleiches gilt für Schwangere. Der Arzt sollte nach Verzehr von verdorbenem Gemüse unverzüglich aufgesucht werden!

Vorsicht bei Schimmelbefall

Auch wenn nur eine Tomate einer gekauften Verpackung vom Schimmelbefall betroffen scheint, ratsam ist es, auch die anderen Tomaten sofort zu entsorgen. Denn Lebensmittel, die zum Großteil aus Wasser bestehen, sind prädestiniert dafür, dass sich Schimmelpilze besonders gut ausbreiten.

Die durch den Schimmelpilz entstehenden Stoffe sind giftig für Menschen. Weil Schimmel nicht immer sichtbar von außen ist, weiß der Konsument in dem Moment gar nicht, dass womöglich schon die ganze Frucht befallen ist.