Zitronengras in der Schwangerschaft

Zitronengras ist ein beliebtes Gewürz und wird gerne in vielen Lebensmitteln verwendet. Auch als Heilpflanze wird die aus dem asiatischen Raum stammende Pflanze gelegentlich verwendet. So wird aus Zitronengras auch ein Öl extrahiert, das nicht nur zur Maskierung von unangenehmen Gerüchen, sondern auch als Mittel gegen Blähungen verwendet wird.

Während der Konsum von Zitronengras in der Regel als unbedenklich gilt, sollten jedoch während einer Schwangerschaft einige Dinge beachtet werden.

Welche Bestandteile enthält Zitronengras?

Um die Wirkung von Zitronengras auf Schwangere beurteilen zu können, gilt es zunächst einen Blick auf die Bestandteile zu werfen.

Zitronengras enthält eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, zu denen

  • Aldehyde,
  • Aceton,
  • Phosphor,
  • Kalium,
  • Selen,
  • Silizium,
  • Natrium,
  • Zinn,
  • Zink,
  • Linalool,
  • Citronellol,
  • Citronellal,
  • Citral,
  • Monoterpenole,
  • Monoterpene,
  • Caprylsäure,
  • Caprinsäure,
  • Nerol,
  • Sesquiterpenole,
  • Dipenten,
  • Limonen,
  • Geraniol und
  • Farnesol

gehören. Viele Spurenelemente, die für den Stoffwechsel wichtig sind, sind also Bestandteile von Zitronengras. Das ätherische Öl, das aus Zitronengras gewonnen werden kann, besteht zum Großteil aus Citral und Myrcen, weshalb das Öl ähnlich wie Zitrusfrüchte riecht.

Welche Vorteile bietet Zitronengras für Schwangere?

Zitronengras bietet durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zahlreiche Vorteile:

Es kann sowohl frisch als auch in getrockneter Form oder gepresst als Öl verwendet werden. Der frische Geschmack von Zitronengras ist sehr beliebt und gilt vor allem in Form von Tee dank des angenehmen Zitrusgeruchs als sehr beruhigend.

Zitronengras soll einige gesundheitlich vorteilhafte Wirkungen haben. Dazu gehört die Linderung von Magenbeschwerden und Minderung von Schlafstörungen.

Auch Beschwerden während der Menstruation lassen sich mit Tees aus Zitronengras oder mit den ätherischen Ölen mindern und Krämpfe lösen.

Ebenso soll Zitronengras eine antioxidative und antibakterielle Wirkung haben und damit Entzündungen und Infektionen entgegenwirken. Auch hilft es angeblich gegen Pilzbefall und senkt den Anteil des LDL-Cholesterins im Körper.

Die gesundheitliche Wirkung sowie der gute Geschmack von Zitronengras ist im Normalfall also nicht zu verachten, jedoch sollten während einer Schwangerschaft auch die potentiellen Nachteile des Zitronengraskonsums beachtet werden.

Welche Nachteile sind während der Schwangerschaft möglich?

Generell sollte während einer Schwangerschaft stets ein Arzt konsultiert werden, wenn es Unsicherheiten über die Aufnahme von bestimmten Nahrungsmitteln und Stoffen gibt.

Die Aufnahme von Zitronengras in Form von Gerichten oder als Tee gilt auch während der Schwangerschaft im Allgemeinen nicht als bedenklich. Wegen der gesundheitlichen Vorteile, die Zitronengras bietet, ist sein Konsum zumindest in geringen Mengen förderlich.

Auf hohe Mengen des Grases sollte während einer Schwangerschaft jedoch in jedem Fall verzichtet werden, da sie den menstruellen Fluss anregen und somit im Extremfall zu einer Fehlgeburt führen können. Ebenso kann ein zu häufiger Konsum von Zitronengrastee zu einem plötzlichen Rückgang des Blutzuckerspiegels führen.

Vor allem Frauen, die unter Schwangerschaftsdiabetes leiden, sollten daher auf die Aufnahme von Zitronengras komplett verzichten.

Auch auf die Nutzung von Zitronengrasöl in seiner konzentrierten Form sollte verzichtet werden, da dies Allergien auslösen kann. Die hohen Citralwerte können die empfindliche Haut reizen oder sogar verbrennen.

Jedoch können Schwangere, die nicht zu Allergien neigen, das Öl eigentlich problemlos in verdünnter Form, beispielsweise als Fußbad oder in Form von wenigen Tropfen im Badewasser, benutzen. Durch seinen beruhigenden Geruch kann Zitronengras dabei zur Entspannung beitragen.

Was sollte in der Stillzeit beachtet werden?

Zitronengras soll anregend für die Milchbildung sein und somit Vorteile für Frauen während der Stillzeit bieten. Es ist bei dem Konsum des Gewürzes jedoch Vorsicht geboten, da die Wirkung des Grases auf das Baby noch nicht hinreichend bekannt und untersucht ist.

Auch die Nutzung von Zitronengras in Form eines ätherischen Öls sollte mit einem Arzt abgeklärt werden, da Babys durch ihre empfindliche Haut potentiell eine allergische Reaktion auf das Öl entwickeln können, selbst wenn es nur durch Hautkontakt mit der Mutter an das Kind gelangt.

Somit sollten Babys auch nicht direkt mit Zitronengrasöl behandelt werden, ohne dass die Behandlung mit einem Kinderarzt abgesprochen ist.

Wissenswertes zu Zitronengras

Zitronengras findet man häufig als Zutat in asiatischen Gerichten, aber auch in Backwaren oder in Süßspeisen findet Zitronengras gelegentlich Verwendung.

Besonders beliebt ist das Gewürz allerdings auch als Bestandteil von Teemischungen, da es ihnen eine angenehme Frische verleiht. Dabei kann Zitronengras sowohl frisch als auch in getrockneter Form verarbeitet werden.