So gesund ist Buttermilch tatsächlich

Buttermilch ist mehr als eine kühle Erfrischung an heißen Sommertagen. Das „Nebenprodukt“ der Butterherstellung ist ein ultimativer Powerdrink! Buttermilch kräftigt Knochen und Muskeln, bringt den Darm in Schwung und die grauen Zellen ab Trab.

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Aber mehr noch: Buttermilch ist eine wahre Schönheitskur. Sie sorgt für kräftige Fingernägel und Haare und bringt die Haut zum Strahlen. Daher erklären wir in diesem Artikel, wie gesund die Buttermilch tatsächlich ist.

Buttermilch ist mehr als eine gesunde Erfrischung

In der Buttermilch befinden sich alle Vitalstoffe der Milch – und das hochkonzentriert! Dazu zählen Mineralstoffe und Spurenelemente sowie das Vitamine K und nahezu die gesamte Palette der B-Vitamine.

Hinzu kommen Proteine, die nicht nur Sportler zu Höchstleistungen antreiben.

Buttermilch – der Fitness-Drink

Buttermilch liefert mit ca. 4 Gramm pro 100 Milliliter eine große Menge an Proteinen. Da im Milcheiweiß alle essenziellen Aminosäuren enthalten sind, ist es besonders wertvoll.

So versorgt jedes Glas Buttermilch den Organismus mit wertvollen Bausteinen, die er nicht selbst herstellen kann.

Bei dem in der Buttermilch enthalten Protein handelt es sich primär um verzweigtkettige Aminosäuren, die dem Körper helfen, seine Muskulatur aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Buttermilch ist daher eine preiswerte und gesunde Alternative zu den industriell hergestellten Proteinpulvern.

Buttermilch ist aber nicht nur der perfekt gesunde Drink für Muskelmänner- und Frauen, sondern auch für Freizeitsportler:

Nach der Gymnastik, dem Schwimmen oder dem Joggen – ein Glas Buttermilch hilft bei der Regeneration der Muskeln und füllt die Depots der Mineralstoffe, die beim Schwitzen ausgeschiedenen werden.

Das gilt insbesondere für das Kalium, das für die Aktivität des Herzmuskels unerlässlich ist.

Wellness von Innen

Schlaffe und matte Haut? Brüchige Fingernägel oder spröde Haare? Eine tägliche Ration Buttermilch kann hier Wunder wirken. Proteine sind nicht nur der Stoff „aus dem die Muskeln sind“, sondern sie versorgen den Körper auch mit Kollagenen, die der Haut Festigkeit und Spannkraft verleihen.

Wer über mehrere Wochen hinweg Buttermilch konsumiert, kann sich im Spiegel von dem positiven Ergebnis überzeugen.

Nicht nur die Proteine versorgen die Haut mit natürlichen „Wellness-Stoffen“, sondern auch die B-Vitamine, die in der Buttermilch reichlich enthalten sind. Dazu zählen vor allem die Vitamine B7 und B12.

Das auch unter dem Namen Biotin bekannte B7 gilt als das ultimative Schönheitsvitamin. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen des Organismus beteiligt, die der Haut Vitalität und Frische verleihen.

Das Vitamin B12 in der gesunden Buttermilch ist nicht nur ein „Nerven-Vitamin“, sondern auch der Stoff, der die Zellerneuerung in Schwung bringt. Dieser permanente Erneuerungsprozess lässt die Haut frischer aussehen und verlangsamt auch das Entstehen von Falten.

Gemeinsam mit dem Mineral Calcium regt B12 auch die Fettproduktion der Haut an, was das Austrocknen verhindert oder verlangsamt. Buttermilch ist daher insbesondere bei rauer und trockener Haut ein natürliches Schönheitsmittel.

Aber damit ist das Potential der Buttermilch noch lange nicht erschöpft. Buttermilch enthält auch eine gute Portion des Spurenelements Zink, das für glänzende Haare und kräftige Fingernägel sorgt.

Buttermilch ist aufgrund ihrer vielen positiven Eigenschaften daher ein wahrer Jungbrunnen.

Und noch ein kleiner Tipp: Buttermilch hilft auch bei Sonnenbrand. Aufgrund ihrer kühlenden Eigenschaft reduziert sie die Hitze und kühlt den Körper von innen. Wenn das Sonnenbad etwas zu lange gedauert hat, kann ein Becher Buttermilch Linderung verschaffen.

Buttermilch für die Darmgesundheit

Gesundheit beginnt im Darm – so der Volksmund. Diese einfache Formel bringt eine alte Weisheit auf den Punkt, die bereits vor über 100 Jahren von der Wissenschaft bestätigt wurde.

Der Darm ist nicht nur für das Ausscheiden der Stoffwechselabbauprodukte zuständig, sondern ist auch die wichtigste Säule des menschlichen Immunsystems.

Aber worin besteht der Zusammenhang zwischen dem Darm und dem Immunsystem? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: In unserem Darm befindet sich etwa 1 bis 2 Kilo Bakterienmasse.

Diese Bakterien sind keinesfalls schädlich. Sie sind „gute Hilfskräfte“, die das menschliche Immunsystem stärken, in dem sie die Darmschleimhaut mit Nährstoffen versorgen. So lange die Darmflora im Gleichgewicht ist, kann sie schädliche Fäulnisbakterien und Giftstoffe neutralisieren und ausleiten.

Wenn die Darmflora durch ungesunde Ernährung oder Alkoholkonsum aus dem Lot gerät, können die Bakterien ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden und der Mensch wird anfällig für Infektionen.

Die in der Buttermilch enthaltenen Milchsäurebakterien können den Darm sanieren und das Gleichgewicht wieder herstellen. So können sich die „guten“ Bakterien wieder ansiedeln und den Schädlingen den Garaus machen.

Die Milchsäurebakterien bringen darüber hinaus auch die Verdauung in Schwung, was sich gleichfalls positiv auf die Gesundheit und das Immunsystem auswirkt.

Unterstützte Darmsanierung nach einer Antibiotika-Behandlung

Neben ungesunder Ernährung oder anderer Laster kann die Darmflora aber auch durch die Einnahme von Antibiotika geschädigt werden. Diese Medikamente greifen nicht nur schädliche Bakterien an, sondern machen im Darm regelrecht „tabula rasa“.

Kurzum: Es werden auch die Mikroorganismen abgetötet, die den Organismus vor Parasiten, Pilzen und anderen Übeltätern schützen.

Die Milchsäurebakterien der Buttermilch können das Brachland, das eine Antibiotika-Behandlung hinterlassen hat wieder „aufforsten“. So haben nützliche Bakterien wieder ein Milieu, in dem sie sich wohl fühlen.

Buttermilch stärkt Knochen und Zähne

Buttermilch ist eine ausgezeichnete Quelle für Vitalstoffe, die der Organismus zum Aufbau und zur Kräftigung der Knochen und Zähne benötigt. Dazu zählen vor allem der Mineralstoff Calcium und das Spurenelement Phosphor.

Buttermilch ist von der Natur schlau zusammengestellt, denn sie liefert darüber hinaus Mineralien wie Magnesium sowie das Vitamin K, die die Absorption des Calciums optimieren.

Calcium ist der Hauptbestandteil unserer Knochen und Zähne. Dieser Mineralstoff benötigt der Körper nicht nur für den Aufbau der Zähne und Knochensubstanz, sondern auch für deren Erhalt.

Calcium muss dem Körper daher permanent zugeführt werden. Buttermilch ist hier der ideale Lieferant. Bereits 100 Milliliter decken 11 Prozent des Tagesbedarfs.

Buttermilch beugt Osteoporose vor

In Studien wurde vielfach nachgewiesen, dass calciumreiche Milchprodukte eine ausgezeichnete Prävention gegen Osteoporose sind. Das gilt insbesondere für die Buttermilch, die aufgrund ihres hohen Calciumgehalts die Knochendichte verstärkt.

Da die Dichte der Knochen im Alter abnimmt, erhöht sich nicht nur die Gefahr von Osteoporose, sondern auch von Knochenbrüchen. Buttermilch kann so helfen, diesen altersbedingten Anfälligkeiten vorzubeugen.

Milchersatz bei Laktoseintoleranz

Reine Buttermilch kann im Unterschied zu Milch leichter verdaut werden. Das ist vor allem auf den geringen Gehalt an Milchzucker zurückzuführen, auf den einige Menschen empfindlich reagieren.

Der niedrige Laktose-Anteil der Buttermilch ist dem Herstellungsverfahren geschuldet, bei dem die Laktose durch Milchsäurebakterien weitgehend in Milchsäure umgewandelt wird.

Reine Buttermilch stellt eine Alternative für Menschen dar, die empfindlich auf Laktose reagieren. Da in der Buttermilch aber noch Spuren von Laktose enthalten sind, muss die Verträglichkeit individuell ausgelotet werden.

Für Personen, die unter einer absoluten Unverträglichkeit leiden, ist Buttermilch daher kein adäquater Milchersatz, stellt aber eine Alternative für Menschen dar, die empfindlich auf größere Mengen Milchzucker reagieren.

Da die Laktose bei der industriell hergestellten Buttermilch nicht reduziert ist, sollten Allergiker beim Kauf unbedingt darauf achten, dass nur „Reine“ Buttermilch in den Einkaufskorb wandert.

Empfohlener Artikel: Buttermilch ersetzen? Die 8 besten Alternativen für Buttermilch

Buttermilch – gut für’s Gehirn

Trübes Wetter und künstliches Licht schlagen auf das Gemüt. Kein Wunder, denn bei einem Mangel an Sonnenlicht finden viele Botenstoffe nicht mehr den Weg zu den Nervenzellen.

In der Folge wird der Mensch nicht nur antriebslos. Auch das Denken fällt schwer und die Konzentration lässt nach.

Buttermilch kann hier Abhilfe schaffen, denn sie hat gleich mehrere mentale Muntermacher im Angebot. Diese sorgen für gute Stimmung und bringen Schwung in die grauen Zellen.

Dazu zählen vor allem die Vitamine B1, B2 und B3, die den Energie-Umsatz im Gehirn optimieren und die Botenstoffe aktivieren.

Das „Stimmungsvitamin“ B3 hebt nicht nur die Laune und fördert Geistesblitze, sondern auch die Konzentration.

Buttermilch ist daher eine perfekte Nervennahrung und eine kalorienarme Alternative zu „Studentenfutter“ oder Stimmungsaufhellern wie Schokolade & Co.

Buttermilch bringt den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht

Wer müde und abgespannt in den „Seilen hängt“, kann unter einer Übersäuerung leiden. Dieses Phänomen ist keine Seltenheit und kann auch bei gesunder Ernährung auftreten.

So kann das Säure-Basenverhältnis schnell aus dem Gleichgewicht geraten, wenn zu viele säurebildende Lebensmittel wie Getreideprodukte konsumiert werden.

In der Folge kann es nicht nur zu Antriebslosigkeit kommen. Eine permanente Übersäuerung des Organismus kann langfristig auch zu Erkrankungen wie Gicht, Osteoporose oder zu rheumatischen Beschwerden führen.

Das Säure-Basenverhältnis kann aber leicht mit Basen bildenden Vitalstoffen wie Calcium, Magnesium und Natrium wieder ins Gleichgewicht gebracht werden – und diese Mineralien sind in der Buttermilch reichlich enthalten.

Wer täglich ein Glas Buttermilch konsumiert, kann das Säure-Basenverhältnis schnell wieder ins Lot bringen.

Buttermilch reguliert den Blutdruck

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, Buttermilch in die Ernährung einzubauen: Die in der Buttermilch enthaltenen Mineralstoffe zählen zu den Elektrolyten, die die Fähigkeit haben, den osmotischen Druck in den Zellen auszugleichen.

Da im menschlichen Organismus ein Rädchen ins andere hakt, wirkt sich der ausgeglichene Druck regulativ auf den Wasserhaushalt aus, was sich wiederum positiv auf den Blutdruck auswirkt.

Mit Buttermilch zur schlanken Linie

Wenn sich die Bluse oder das Jackett über körperliche Rundungen spannen, ist eine Gewichtsreduktion angezeigt. Buttermilch ist hier das ideale Nahrungsmittel, das überflüssige Pfunde zum Schmelzen bringt.

Buttermilch zählt mit seinen etwa 35 Kalorien pro 100 Milliliter zu den Leichtgewichten unter den Milchprodukten. Das ist aber bei Weitem nicht der einzige Grund, der die Buttermilch zum perfekten Diätbegleiter macht.

Im Unterschied zu kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln hat Buttermilch einen großen Sättigungseffekt. Nach einem Glas Buttermilch ist man „richtig satt“ und verspürt keinerlei Gelüste auf Schokoriegel oder kalorienreiche Snacks.

Buttermilch-Diät

Morgens, mittags und abends ausschließlich Buttermilch? Keineswegs! Diese radikale Variante ist ausgesprochen einseitig und eignet sich allenfalls für eine Wochenend-Kur.

Auch wenn reine Buttermilch ausgesprochen gesund ist und den Körper mit vielen wichtigen Vitalstoffen versorgt, würde eine längere „Radikal-Kur“ zu Mangelerscheinungen führen.

Damit der Körper keinen Mangel leidet, wird daher eine integrierte Buttermilch-Diät empfohlen. Bei dieser Variante werden Zwischenmahlzeiten und Snacks durch Buttermilch ersetzt.

Damit keine Langeweile auf dem Speiseplan aufkommt, kann die Buttermilch mit Gurken oder Beerenfrüchten aromatisiert werden. Ob herb oder süß – ein Glas Buttermilch sättigt.

So fällt die nächste Hautmahlzeit weniger üppig aus und auch der Appetit auf Zwischenmahlzeiten ist gebannt.

Im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät kann Buttermilch auch Schwergewichte wie Sahne und fettreiche Joghurts ersetzen. Buttermilch eignet sich nicht nur ausgezeichnet für herzhafte Salatdressings, sondern auch zum Backen.

Auch das morgendliche Müsli lässt sich mit Buttermilch zubereiten.

Lust auf Süß? Diät bedeutet nicht, dass der Mensch darben muss! Mit Buttermilch lassen sich auch Süße Träume realisieren. Hier bietet sich ein leckeres Buttermilchsmoothie mit püriertem Obst an.

Wer im Sommer Lust auf Eiscreme hat, kann für den Frucht-Smoothie auch tiefgekühlte Beeren verwenden. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch gesund.

Noch eine gute Nachricht: Bei einer kalorienreduzierten Kost sorgen die Proteine dafür, dass nur das Körperfett abgebaut wird und nicht die im Schweiße des Angesichts antrainierten Muskeln.

Inhaltsstoffe pro 100 Milliliter Buttermilch

Kalorien 35
Fett 0,6 g
Proteine 3,5 g

Calcium 109 mg
Natrium: 302 mg
Kalium: 151 mg
Magnesium: 11 mg

Eisen: 0,1 mg
Zink 500 μg
Phosphor: 90 mg

Vitamin K 1 μg
Vitamin B1 30 μg
Vitamin B2 160 μg
Vitamin B3 950 μg
Vitamin B5 350 μg
Vitamin B6 40 μg
Vitamin B7 2 μg
Vitamin B9 9 μg
Vitamin B12 0,2 μg

Buttermilch – Was ist das genau?

Bei der Buttermilch handelt es sich um die Flüssigkeit, die bei der Butterherstellung übrig bleibt. Bei diesem Prozess wird das Butterkorn durch Zentrifugieren von der Rohmilch getrennt.

Anschließend wird der Rahm für die Butterherstellung abgeschöpft und die Buttermilch wird durch Pasteurisieren haltbar gemacht.

Buttermilch ist aber nicht gleich Buttermilch. Der Handel bietet unterschiedliche Produkte an, die für den Verbraucher oft nicht zu unterscheiden sind:

„Buttermilch“ und „reine Buttermilch“. Worin besteht der Unterschied? Bei der „Buttermilch“ handelt es sich genau genommen um ein Nachahmerprodukt, bei dem entrahmte Milch mit Milchsäurebakterien versetzt wird. Mitunter werden noch 10 Prozent Wasser und 15 Prozent Magermilchpulver hinzugefügt.

Mit echter Buttermilch hat dieses Milcherzeugnis nur noch wenig gemein…

Wer das volle gesunde Potential der Buttermilch ausschöpfen möchte, muss daher zu „reiner Buttermilch“ greifen. Hier handelt es sich um das reine „Abfallprodukt“ der Butterung, dem keine Zusatzstoffe zugegeben werden dürfen.