So gesund sind Maulbeeren wirklich!

Es gibt weiße, schwarze und rote Maulbeeren, die in Deutschland als Beerenobst jedoch nicht so bekannt sind wie beispielsweise Brombeeren oder Himbeeren. Im Aussehen erinnern sie an Brombeeren, doch schmecken sie viel süßer.

In der letzten Zeit sind Maulbeeren mehr und mehr zum Trend geworden und daher immer häufiger in heimischen Gärten anzutreffen. Sie haben sich inzwischen einen festen Platz unter den „Superfoods“ erobert.

Maulbeeren können vielfältig verwendet werden. Sie schmecken pur, doch eignen sie sich auch für Kompott, Marmelade, Säfte oder Likör. Doch wie gesund sind Maulbeeren eigentlich? Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Maulbeere auf dem Weg zur Trendfrucht

Maulbeeren haben ihren Ursprung in Asien, wo sie seit Jahrtausenden für die Seidenraupenzucht kultiviert werden. Nach Europa kam die Maulbeere erst im 12. Jahrhundert, doch konnte sie sich in Deutschland erst unter Friedrich Wilhelm I. verbreiten, der die Bedeutung der Pflanze für die Seidenraupenzucht entdeckte.

Als die Seidenproduktion in Deutschland im 20. Jahrhundert wieder deutlich zurückging, verlor auch die Maulbeere an Bedeutung. Erst in den letzten Jahren, wo die Nachfrage nach gesunden, ursprünglichen Früchten wieder stark gestiegen ist, erlebt die Maulbeere einen starken Aufwärtstrend.

Die Maulbeere, die mit den Feigen verwandt ist, wird im Handel zumeist in getrockneter Form angeboten. Viel reicher an Vitaminen und anderen gesunden Inhaltsstoffen ist die Frucht jedoch im frischen Zustand.

Sie enthält nicht nur viele wertvolle Vitamine, sondern auch essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Maulbeere als Kraftpaket für die Gesundheit

Maulbeeren sind echte kleine Kraftpakete für die Gesundheit. Da sie reich an Antioxidantien sind, machen sie nicht nur gesund, sondern sie halten auch jung.

Antioxidantien, zu denen das in Maulbeeren enthaltene Resveratrol gehört, schützen die Zellen vor schädlichen Stoffen. Gegen die Zellalterung wirken auch die Vitamine A und E.

Maulbeeren bei Diabetes

Maulbeeren sind gut für Diabetiker geeignet, da sie den Blutzuckerspiegel senken. Die enthaltenen Flavonoide schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da sie eine blutverdünnende Wirkung haben und Gefäßablagerungen vorbeugen.

Nicht zu vergessen ist die enthaltene Kombination von Kalzium und Phosphor. Maulbeeren liefern daher wichtige Stoffe für die Gesundheit von Knochen und Zähnen.

Der Flüssigkeitshaushalt wird durch das enthaltene Kalium reguliert. Die Frucht hat eine sanft entwässernde Wirkung. Maulbeeren stärken das Immunsystem, da sie reich an Vitamin C sind.

Für die Blutbildung und eine bessere Sauerstoffsättigung des Blutes sorgt der Eisengehalt. Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel können Maulbeeren mit ruhigem Gewissen essen, da sie den Cholesterinspiegel senken.

Das enthaltene Pektin, ein Ballaststoff, bindet Fett im Darm und regt die Verdauung an.

Gesund und schön mit Maulbeeren

Maulbeeren wirken entzündungshemmend. Sie können Erkältungen nicht nur vorbeugen, sondern auch Linderung bei Halsschmerzen und Heiserkeit bringen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Maulbeeren als Schleimlöser verwendet. Sie haben eine fiebersenkende Wirkung.

Zur Vorbeugung von Blasen- und Harnwegserkrankungen eignen sich nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter des Maulbeerbaums, die für Tee verwendet werden können.

Aufgrund ihres hohen Gehalts an Mineralien und Antioxidantien machen Maulbeeren auch schön, da sie das Hautbild verfeinern. Sie stärken die Spannkraft der Haut, wirken Faltenbildung entgegen und können auch die Beschwerden bei Akne und Schuppenflechte lindern.

Maulbeere hilft beim Abnehmen

Schließlich hilft die Maulbeere beim Abnehmen, da sie viele Nährstoffe und Enzyme, aber nur wenige Kalorien enthält.

Sie ist ein wichtiger Eiweißlieferant und daher wichtig für den Muskelaufbau.

Für den süßen Geschmack der Maulbeere sorgt der hohe Gehalt an Zucker, der bei 100 Gramm Früchten etwa 8 Gramm ausmacht. Das ist jedoch kein Negativkriterium beim Abnehmen, da die Maulbeere auch reich an Ballaststoffen ist, mit denen die Verdauung angeregt wird.