Buttermilch abgelaufen oder schlecht? Alles zur Haltbarkeit

Buttermilch ist gesund, kalorienarm und ein guter Durstlöscher. Nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist sie noch einige Zeit haltbar. Doch wie lange hält sich Buttermilch und wie bemerken Sie, wenn sie verdorben ist?

Herstellung von Buttermilch

Buttermilch entsteht bei der Herstellung von Butter, doch ist sie kein Abfallprodukt, sondern ein gut verwendbares, gesundes Nebenprodukt.

Rohmilch wird in einer Zentrifuge aufbereitet, sodass der Rahm von der Magermilch getrennt wird. Zur Herstellung von Butter wird der Rahm geschlagen, um die Eiweißhüllen um die Fettkügelchen des Rahms zu zerstören.

Aus den Fettkügelchen bilden sich Butterkörner, die sich durch intensives Kneten in Butter und Buttermilch teilen.

Butter kann als Süßrahmbutter aus ungesäuertem Rahm oder als Sauerrahmbutter aus bereits gesäuertem Rahm hergestellt werden. Bei der Herstellung von Süßrahmbutter muss die Buttermilch mit Milchsäurebakterien angereichert werden, was bei der Herstellung von Sauerrahmbutter nicht erforderlich ist.

Die Buttermilch ist im Handel als „Buttermilch“ und als „Reine Buttermilch“ erhältlich. Buttermilch darf Zusätze von bis zu 10 Prozent Wasser oder bis zu 15 Prozent Magermilch und Milchpulver enthalten, während reine Buttermilch frei von Zusatzstoffen und zumeist dicker als die Buttermilch mit Zusätzen ist.

Buttermilch darf keine Konservierungsstoffe und Bindemittel enthalten. Ein natürlicher Konservierungsstoff ist die Milchsäure, die Buttermilch einige Tage haltbar macht.

Woran man abgelaufene oder verdorbene Buttermilch erkennt

Wölbt sich bei der Buttermilch der Deckel nach oben, muss das nicht zwingend heißen, dass die Buttermilch verdorben ist, denn der nach oben gewölbte Deckel deutet darauf hin, dass die Milchsäurebakterien arbeiten.

Ist die Buttermilch jedoch klumpig, d.h. wässrig und Bestandteile davon verklumpt oder geronnen, ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Buttermilch verdorben ist.

Riecht sie unangenehm oder hat sie einen bitteren Geschmack, ist das ebenfalls ein Zeichen, dass sie nicht mehr verwendet werden kann.

Auch wenn sich die Buttermilch gelblich färbt, ist sie verdorben. Bemerken Sie Schimmel auf der Buttermilch, ist es höchste Zeit, sie zu entsorgen.

Die Haltbarkeit von Buttermilch

Der Hersteller muss auf die Verpackung der Buttermilch das Mindesthaltbarkeitsdatum drucken. Das kann etwa zwei Wochen nach dem Herstellungsdatum sein, doch ist diese Frist je nach Hersteller unterschiedlich.

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, können Sie die Buttermilch, wenn Sie sie im Kühlschrank aufbewahren, noch bis maximal zwei Wochen verwenden, wenn die Kühlkette immer eingehalten wurde.

Ist die Buttermilch geöffnet, sollten Sie sie spätestens am nächsten Tag verbrauchen.

Haltbarkeit von Buttermilch verlängern

Kaufen Sie Buttermilch, sollten Sie auf einen kurzen Transportweg achten. Mit einer Kühltasche können Sie dafür sorgen, dass die Kühlkette nach dem Kauf möglichst nicht unterbrochen wird.

Sie sollten die Buttermilch, nachdem Sie zu Hause angekommen sind, möglichst sofort in den Kühlschrank stellen. Da es im obersten Fach am kältesten ist, eignet sich dieses Fach am besten für die Buttermilch.

Sie sollten auf eine Kühlschranktemperatur von 5 bis 7 Grad Celsius achten. Buttermilch kannst du auch im Tiefkühler einfrieren.

Was tun, wenn man verdorbene Buttermilch getrunken hat?

War die Buttermilch, die Sie getrunken haben, verdorben, merken Sie das meistens recht schnell, indem Sie einen Durchfall und vielleicht Bauchschmerzen bekommen. Mit schlimmeren Symptomen ist nicht zu rechnen. Sie müssen nur abwarten, da solche Symptome schon nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Eine Lebensmittelvergiftung ist selten und zeigt sich mit Übelkeit, Erbrechen, starken und eventuell blutigen Durchfällen und heftigen Bauchkrämpfen. In jedem Fall ist aber der Rat eines Arztes aufzusuchen